Bohrer unter 0,1 Millimeter Durchmesser

Microbohrer als Ergänzung zum Laserbohren

Eine derzeit gängige Arbeitsweise ist bei Leiterplatten mit hoher Packungsdichte und Microbohrungen, das Laserbohren mit einer sehr hohen Bohrgeschwindigkeit. Zu diesem Bohrverfahren bietet MPK Kemmer PCB Tools mit seinen Microbohrern von weniger als 0,1 Millimeter Durchmesser eine gute Alternative.

Wir denken nicht, dass das Laserbohren durch konventionelles Bohren mittels Spiralbohrer ersetzbar ist und wollen eine funktionierende Alternative bieten, sagt Theo Martens Leiter der Anwendungstechnik bei MPK Kemmer PCB Tools. Dabei weist er gleichzeitig auf mehrere gravierende Unterschiede zwischen beiden Methoden hin: Laserbohren ist stark materialabhängig und beispielsweise für Leiterplattenmaterialien mit Glasgewebe weniger gut geeignet.

Anders sei dies bei Microbohrern. Sie eignen sich laut Martens für alle Leiterplattenmaterialien wie zum Beispiel BT-Harzsysteme, Hoch-Tg-Harze, Aramid, Polyimid und dickes Kupfer in angemessener Bohrtiefe. Hinzu kommt, dass die Laserbohrmaschinen ihre Stärken bei der Herstellung von Sackbohrungen haben und die Investitions- und Betriebskosten höher sind als bei Mehrspindel-CNC-Bohrmaschinen.

Der Antrieb für die Entwicklung dieser Microbohrer kam aus der Elektronikindustrie. Neue Anwendungen, neue Materialien, neue Bohrergeometrien und der zunehmende Kostendruck im Bereich der Leiterplattenwerkzeuge waren entscheidende Faktoren. Durch die Entwicklung von Spindeln mit Drehzahlen oberhalb von 180.000 U/min sind die technischen Voraussetzungen für den effizienten Einsatz dieser Micro-Werkzeuge gegeben.

Moderne Fertigungsmethoden mit engsten Toleranzen erlauben die Herstellung von Micro-Kopfbohrern beginnend mit dem Durchmesser 0,11 Millimetern und Microbohrern beginnend bei einem Durchmesser 0,05 Millimetern. Martens: Bei vergleichbarer Präzision ist die Bohrungsqualität der gebohrten Löcher besser als die der mit dem Laser gebrannten Löcher.

Ansprechpartner:

Theo Martens
Tel. +49 (0) 71 71 /10 44 93-0
E-Mail: t.martens@mpk-pcb.de

Seite druckentop